Stadtwerke Energie Jena-Pößneck GmbH

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Die Gesellschaft betreibt Netze und vertreibt selbst Energie in den Bereichen Strom, Erdgas und Fernwärme. Das Unternehmen übernimmt die technischen Betriebsführungen der Wasserver- und Abwasserentsorgung für den Zweckverband JenaWasser. Sie versorgen rund 100.000 Kunden in und um Jena mit Strom, Gas und Wärme (60.000 Stromkunden, 21.000 Gaskunden, 1.500 Hausanschlüsse für Fernwärme). Das Unternehmen beschäftigt 1.050 Mitarbeiter (Stand 2011) und 130 Auzubis. Bei einem Umsatz von über 100 Mio € tätigte es 2010 rund 6,5 Mio € Investitionen.  
Die Gesellschaft betreibt Netze und vertreibt selbst Energie in den Bereichen Strom, Erdgas und Fernwärme. Das Unternehmen übernimmt die technischen Betriebsführungen der Wasserver- und Abwasserentsorgung für den Zweckverband JenaWasser. Sie versorgen rund 100.000 Kunden in und um Jena mit Strom, Gas und Wärme (60.000 Stromkunden, 21.000 Gaskunden, 1.500 Hausanschlüsse für Fernwärme). Das Unternehmen beschäftigt 1.050 Mitarbeiter (Stand 2011) und 130 Auzubis. Bei einem Umsatz von über 100 Mio € tätigte es 2010 rund 6,5 Mio € Investitionen.  
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== Geschäftsstrategie nach ökonomischen und ökologischen Kriterien<br>  ==
== Geschäftsstrategie nach ökonomischen und ökologischen Kriterien<br>  ==
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Seit ihrer Gründung verstehen sich die Stadtwerke Jena als kommunales Dienstleistungsunternehmen für Energie und Umwelt, das natürliche Umwelt weitestgehend schont und die Ressourcen an Energie, Rohstoffen und Wasser sparsam einsetzt. Dies schließt verbrauchsmindernde Maßnahmen, u.a. durch ökologisch wirksame Preisstrukturen, die effiziente Primärenergienutzung (durch [[Kraft-Wärme-Kopplung]] ein.  
Seit ihrer Gründung verstehen sich die Stadtwerke Jena als kommunales Dienstleistungsunternehmen für Energie und Umwelt, das natürliche Umwelt weitestgehend schont und die Ressourcen an Energie, Rohstoffen und Wasser sparsam einsetzt. Dies schließt verbrauchsmindernde Maßnahmen, u.a. durch ökologisch wirksame Preisstrukturen, die effiziente Primärenergienutzung (durch [[Kraft-Wärme-Kopplung]] ein.  
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== Einzelnachweise  ==
== Einzelnachweise  ==
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* Beteiligungsbericht für das Jahr 2011 vorgelegt dem Stadtrat Jena am 30.1.2013, zitiert in OTZ vom 29.1.2013
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*Beteiligungsbericht für das Jahr 2011 vorgelegt dem Stadtrat Jena am 30.1.2013, zitiert in OTZ vom 29.1.2013
== Weblink  ==
== Weblink  ==

Version vom 7. Januar 2014, 20:37 Uhr

Geschäftsgebäude der Stadtwerke Energie Jena-Pößneck, Foto:Stadtwerke Energie Jena-Pößneck

Die Gesellschaft betreibt Netze und vertreibt selbst Energie in den Bereichen Strom, Erdgas und Fernwärme. Das Unternehmen übernimmt die technischen Betriebsführungen der Wasserver- und Abwasserentsorgung für den Zweckverband JenaWasser. Sie versorgen rund 100.000 Kunden in und um Jena mit Strom, Gas und Wärme (60.000 Stromkunden, 21.000 Gaskunden, 1.500 Hausanschlüsse für Fernwärme). Das Unternehmen beschäftigt 1.050 Mitarbeiter (Stand 2011) und 130 Auzubis. Bei einem Umsatz von über 100 Mio € tätigte es 2010 rund 6,5 Mio € Investitionen.

Tochtergesellschaften sind

Minderheitenbeteiligungen unterhalten die Stadtwerke Energie an verschiedenen Sparten der Trianel-Gruppe, von Erdgasförderung über Windparks bis Kohlekraftwerksprojekten, sowie an Jena-TV.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

1862 Gründung der städtischen Gasanstalt (für Haushalt und Gewerbe)

1902 Gründung der Jenaer Elektrizitätswerke AG (Verteilung von Strom, Betrieb der Straßenbahn)

1970 VEB Energiekombinat Süd

1990/1991 Ostthüringer Energieversorgung AG (OTEV, 51% Bayernwerke AG)

13.06.1990: Beschluss 007/90 des Magistrats der Stadt Jena: Schaffung von Voraussetzungen zur Bildung der Stadtwerke Jena"

12. 07.1990: "Einspruch" der OTEV gegen den Beschluss des Magistrats Nr. 007/90: „Einer Bildung von Stadtwerken stehen wir ablehnend gegenüber.“

25.07.1990: Beschluss 64/90 der Stadtverordnetenversammlung Jena auf Antrag der SPD-Fraktion zur Gründung der Arbeitsgruppe Stadtwerke

22.08.1990: Vertrag zwischen der Treuhandanstalt der DDR und dem Ministerium für Umweltschutz, Naturschutz, Energie und Reaktorsicherheit der DDR einerseits und den westdeutschen Energiekonzernen Bayernwerk AG, Preussen-Elektra AG und RWE Energie AG ("Stromvertrag") wird diesen Energiekonzernen eine dominierende Rolle bei der Neuordnung der Energiewirtschaft auf dem Gebiet der DDR eingeräumt. Der Ausschuss für Energie und Umweltschutz (Vorsitzender Dr. Guthke) der Stadtverordnetenversammlung Jena protestiert Ende August in einem Schreiben an Minister Prof. Steinberg und der Magistrat der Stadt am 24.09.1990 gegen diesen Stromvertrag, weil er dem Selbstverwaltungsrecht der Kommunen (laut §2 Abs. 2 der Kommunalverfassung der DDR) widerspricht.

24.10.1090: Beschluss Nr. 149/90 der Stadtverordnetenversammlung Jena: Absichtserklärung zur Bildung der Stadtwerke Jena mit dem Partner Saarberg-Fernwärme GmbH (auf Antrag des Ausschuss für Energie und Umweltschutz). Brief der OTEV (Vorstand und Betriebsrat) an die Stadtverordneten mit dem Versuch, die Bildung von Stadtwerken zu verhindern.

12. 11.1990: Der Ausschuss für Energie und Umwelt der Stadtverordnetenversammlung Jena initiiert eine Anhörung zum Thema Stadtwerksbildung in Jena (Teilnehmer: Dr. Guthke/Vorsitzender des Ausschuss für Energie und Umwelt; Herr Kreuzer/Vorstandsmitglieder Bayernwerk AG, Herr Kohler/Ökoinstitut Freiburg, Herr Servé / Saarberg-Fernwärme GmbH, Herr Noack / AG Stadtwerksbildung, Herr Gnauck / Geschäftsführer des Gemeinde- und Städtebundes Thüringen, Herr Jauch / Volkskammerabgeordneter)

23. 04.1991: Gründung der Stadtwerke Jena (städtischer Anteil zunächst 51%, später 70%; Anteil der Saarberg-Fernwärme GmbH zunächst 49%, später - ab 1991 - zurück auf 10%; die OTEV und die Verbundnetz Gas Verwaltungs- und Beteiligungsgesellschaft (VNG) halten später ebenfalls je 10%)

Die Gründung der Stadtwerke Jena ist damit die erste in Thüringen nach der friedlichen Revolution.


2000: Fusion der Stadtwerke Jena und Pößneck zu den Stadtwerken Energie Jena-Pößneck.

2007: Biogasanlage Jena-Zwätzen

2008: Biomasseheizkraftwerk Hermsdorf

2011: „Call-Option“: Rückkauf der Anteile von E.ON (aus OTEV bzw. Bayenwerk AG hervorgegangen) und STEAG (aus Saarberg-Fernwärme GmbH hervorgegangen), Einstieg von Thüga mit 20% der Anteile.

2012: Die 2011 gegründete BürgerEnergie Jena eG erwirbt (mit Wirkung vom 1.1.2012) 2% Anteile an der Stadtwerke Energie Jena-Pößneck GmbH. Dies ist die erste Bürgerbeteiligung an Stadtwerken einer Großstadt in Deutschland.

Gesellschafter (zum 1.1.2012):

Stadtwerke Jena GmbH

 62,1%

Thüga AG

 20%

Erdgasversorgung Thüringen GmbH

 10%

 Stadtmarketing Pößneck GmbH

 5,9%

 BürgerEnergie Jena eG

 2,0%

Ergebnisse 2010


Mio €

Umsatzerlöse Strom

 32,9

Umsatzerlöse Gas

 30,5

Umsatzerlöse Fernwärme

 31,6

Nebengeschäfte / sonstige Erlöse

32,9

Beteiligungsergebnis

   6,3

 Jahresergebnis

 23,9



Ergebnis 2011

Das Ergebnis lag 2011 vor Steuern und Abführungen bei knapp 20,4 Millionen Euro. Davon wurden 13,3 Millionen abgeführt an die Gesellschafter.

Geschäftsstrategie nach ökonomischen und ökologischen Kriterien

Geschäftsgebäude der Stadtwerke Energie Jena-Pößneck, Foto:Stadtwerke Energie Jena-Pößneck

Seit ihrer Gründung verstehen sich die Stadtwerke Jena als kommunales Dienstleistungsunternehmen für Energie und Umwelt, das natürliche Umwelt weitestgehend schont und die Ressourcen an Energie, Rohstoffen und Wasser sparsam einsetzt. Dies schließt verbrauchsmindernde Maßnahmen, u.a. durch ökologisch wirksame Preisstrukturen, die effiziente Primärenergienutzung (durch Kraft-Wärme-Kopplung ein.

Auch 20 Jahre danach wird von den Stadtwerken Jena eine ökologische und ökonomische Zielstellung verfolgt (Pressemeldung vom 08.03.2012).


Siehe auch:

Unsere Erwartungen an die Unternehmenspolitik der Stadtwerke Energie Jena-Pößneck

Einzelnachweise

Weblink

Stadtwerke Jena]

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