BürgerEnergie-Infos 3. Februar 2013

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BürgerEnergie-Infos 3. Februar 2013:

Vorstandswechsel, Werbeblock, Zukunftsgedanken


Liebe Mitglieder und Interessenten der BürgerEnergie Jena,

wie gewohnt melde ich mich zum Monatsanfang mit einigen kurzen Infos, und um Sie um Ihre Meinung und Ihr Mittun zu bitten.

Bitte gestatten Sie mir, diesen Newsletter - den letzten, den ich schreiben werde - etwas persönlicher zu halten, als gewohnt. Wie Sie wissen, übernehme ich am 15.2. meine neue berufliche Aufgabe als Stadtkämmerer und lege zum gleichen Tag mein Vorstandsamt bei der BürgerEnergie Jena nieder. Ich möchte vermeiden, dass Interessenkonflikte oder auch nur der Anschein von solchen entstehen.

Um die Zukunft unserer Genossenschaft muss Ihnen aber nicht bange sein. Der Aufsichtsrat hat intensive Gespräche mit mehreren Vorstandskandidaten geführt und wird in Bälde über die Berufung eines neuen Vorstandsmitglieds entscheiden. Ich selbst werde natürlich auch nach dem 15.2. nicht vom Erdboden verschluckt sein, sondern dem neu zusammengesetzten Vorstand bei der Einarbeitung mit Rat und Tat zur Seite stehen.

Für mich gehen knapp zwei spannende, anstrengende, aber vor allem sehr schöne Jahre der Vorstandsarbeit zu Ende. Ich möchte Ihnen allen für die gute Zusammenarbeit und das große Vertrauen danken, dass Sie dem Projekt BürgerEnergie Jena und auch mir persönlich schenkten. Es gab Zeiten, da brachte uns die Politik nichts als abgrundtiefes Mißtrauen und Ablehnung entgegen. Damals haben Sie mir den Rücken gestärkt und mir ermöglicht, weiterzumachen: mit ermutigenden Worten, mit praktischer Hilfe, vor allem aber durch die neuen Mitglieder, die fast täglich kamen... und kommen!

Ich mag nicht alle Erwartungen und Wünsche erfüllt haben, die an unsere Genossenschaft gerichtet werden. Manche möchten schneller Projekte der erneuerbaren Energieerzeugung realisiert sehen, andere stellen sich vielleicht unsere Mitwirkung als Stadtwerkegesellschafter anders vor. Jedoch: gut Ding will auch ein wenig Weile haben! Aufsichtsrat, Vorstand und insbesondere ich persönlich haben in den vergangenen 2 Jahren die allererste Priorität bei der Gewinnung neuer Mitglieder und finanzieller Einlagen gesetzt. Ohne dies gibt es keine gesunde Basis für alles andere, was wir uns vornehmen mögen.

Augenblicklich haben wir 580 Mitglieder mit Einlagen von 4,7 Millionen Euro. Mein (jetzt nicht mehr) heimliches Ziel, 500 Mitglieder und als Einlagen die Hälfte des Anteilskaufpreises von 8,34 Millionen Euro, ist geschafft. Ich würde mich sehr freuen, wenn es im Tempo der letzten Monate weitergeht!

Dazu - Sie kennen mich, der Werbeblock kommt unausweichlich: der Ausgabeaufschlag von 2% gilt ab 1. März 2013. Im Februar kann man noch aufschlagfrei eintreten oder seine Anteile aufstocken. Die Maximaleinlage, die ein einzelnes Mitglied haben kann, beträgt zur Zeit 94.000 Euro (das sind 2% der aktuellen Gesamtanteile entsprechend § 3 Absatz 3 der Satzung).

Zur wirtschaftlichen Situation: nach jetzigem Stand haben wir 2012 einen Jahresüberschuss von über 140.000 Euro zu verzeichnen. Wie bereits auf der Generalversammlung am 17.10.2012 dargelegt, können wir somit eine Ausschüttung von mehr als 4% leisten. Über die genaue Höhe wird nach Prüfung durch den Genossenschaftsverband eine Generalsversammlung im Mai 2013 entscheiden, und die Auszahlung wird im Juni erfolgen.

Aber auch die inhaltliche Zusammenarbeit und Mitwirkung bei den Stadtwerken ist auf einem guten Weg. Mitte Januar waren bei unserem BürgerEnergieTreff mit der Stadtwerke-Geschäftsführung 120 Bürgerinnen und Bürger anwesend, und es gab einen sehr konstruktiven und interessanten Dialog. Einige Themen, z.B. Erneuerbare-Energie-Projekte und Ökostromangebote, werden mit den Fachleuten der Stadtwerke weiter vertieft. Seitdem bin ich überzeugt, dass unser Modell der Bürgerbeteiligung funktioniert - für mich ein schönes Ergebnis des demokratischen Experiments, das unsere Genossenschaft ja auch ist.

Und damit zum Schluss das Wichtigste: alles, was unsere Genossenschaft tun und bewegen kann, gelingt nur wenn viele von Ihnen mitmachen. Je größer wir werden, je mehr Aufgaben angepackt werden, auf umso mehr Schultern muss die Arbeit verteilt werden. Ich bin mir sicher, dass der neue Vorstand und der Aufsichtsrat bald auf uns alle zukommen, die Arbeitsgruppen intensiviert werden, aber auch einzelne Aufgaben "zu vergeben" sind. Wenn Sie es ermöglichen können, bitte packen Sie mit an!

Ich bin mir sicher, Sie werden das tun. Ich bin gespannt, und ich freue mich darauf, die BürgerEnergie Jena der Zukunft zu erleben!

So viel für heute. Ich verspreche schon mal für die "Neuen": die nächsten BürgerEnergie-Infos kommen im nächsten Monat. Wenn Sie Fragen, Hinweise oder Anliegen haben, warten Sie nicht bis da hin: informieren Sie sich auf der Internetseite, schicken Sie uns eine Mail oder einen Brief, sprechen Sie uns persönlich an!

Ich grüße Sie herzlich
Ihr Martin Berger
Vorstand




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